Projektlaufzeit: 04/2025 – 03/2026
Die energieintensive Industrie steht vor der Aufgabe, ihren erheblichen Bedarf an elektrischer Energie und Prozesswärme bis zu 200 °C künftig klimaneutral bereitzustellen. Gleichzeitig sind die nutzbaren Flächen für solare Energiesysteme auf Dächern und Fassaden begrenzt. Konventionelle Photovoltaik- und Solarthermieanlagen stehen häufig in Konkurrenz um diese Flächen und schöpfen das vorhandene Potenzial nicht vollständig aus. Hybride Photovoltaik-Thermie-Systeme (PVT) stellen hier einen vielversprechenden Lösungsansatz dar, da sie in einem einzigen Modul sowohl Strom als auch Wärme erzeugen und dadurch die Flächeneffizienz deutlich erhöhen.
Im Projekt „Fassadenintegrierte Photovoltaik-Thermie-Module für industrielle Anwendungen (FiPVT)“ wird ein Prototyp entwickelt, der speziell für die Nachrüstung von trapezförmigen Metallfassaden konzipiert ist, wie sie typischerweise bei Industriehallen zum Einsatz kommen. Das System vereint flexible organische Photovoltaikfolien mit einem luftbasierten Wärmetransportsystem. Die OPV-Technologie bietet dabei wesentliche Vorteile wie ein geringes Gewicht, hohe Flexibilität, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten sowie eine besonders einfache Integration in bestehende Fassaden.
Projektziel
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer kosteneffizienten, leicht montierbaren und leistungsfähigen Lösung zur energetischen Nachrüstung von Industriegebäuden. Hierfür wird ein funktionsfähiger Demonstrator entworfen, hergestellt und unter praxisnahen Bedingungen erprobt. Die anschließende Effizienzanalyse soll aufzeigen, welches Potenzial das System für eine flächeneffiziente und klimaneutrale Energieversorgung besitzt und inwiefern Optimierungen im Hinblick auf eine zukünftige Serienfertigung sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Leistungsfähigkeit weiter steigern können.

